
Am Staub klebt meine Seele. Belebe mich nach deinem Wort. Meine Wege habe ich erzählt, und du hast mich erhört. Lehre mich deine Ordnungen. Lass mich verstehen den Weg deiner Vorschriften. Sinnen will ich über deine Wunder. ” Psalm 119 Vers 25 – 27 (Elbf. Ues.) Man kann es auch so ausdrücken, dass der Psalmist völlig am Ende war. Wenn seine Seele am Staub klebt, dann ist er ganz unten, voller Kummer, der ihn zu erdrücken scheint, er sich wie ohnmächtig fühlte, sterbensmatt. Was auch immer ihn in diese Lage gebracht hat, wir wissen es nicht. Ob es Sünde war, (ich denke es) Verfolgung, ein Ueberfall, schwere Krankheit mit viel Schmerzen, wir wissen es nicht genau. Wichtig ist nur, was der Psalmist macht, dass ist entscheidend. In der Schweiz wo ich lebe ist der Lebensstandart sehr hoch. Dennoch habe ich mal vor Jahren gelesen in einer Statistik, dass sich in der Schweiz weltweit am meisten junge Menschen umbringen, ihnen alles zu viel war, und sie keinen Ausweg sehen. Einer meiner Söhne erlebte, wie einer der Mitschüler im Gymnasium auf einen Kran kletterte, und dann hinunter sprang und sofort tot war, er war ca. 14 Jahre alt. Der Mensch entscheidet, wie er sein Leben führen will. Der Psalmist geht zu Gott und bittet Ihn, dass ER ihn wieder belebt, die Luther Ues. von 1912 übersetzt hier, erquicke mich wieder nach deinem Wort. Jeder Gläubige, der in einer grossen Kriese steckt, egal was es ist, der darf dann wieder genau so von Herzen Bitten, erquicke mich wieder Herr Jesus, es gibt bei Jesus keinen hoffnungslosen Fall, wo Jesus nicht helfen könnte, wo ER unfähig wäre, im Gegensatz zu uns Menschen, die immer wieder Fehlerhaft sind. Der Psalmist räumt auf in seinem Leben, dies sagt er in Vers 26, alle meine Wege habe ich erzählt. Wenn regelmässige Sünde in einem Christenleben ist, wie Pornosucht, okkulte Computer – Games oder sonst etwas schlimmes, da rate ich, es so zu machen, wie der Psalmist. Alle meine falschen Wege Jesus bekennen, in besonders schlimmen Fällen rate ich auch, in die Seelsorge zu gehen. Ich bin wegen meinem alten Leben ohne Jesus vielfach in der Seelsorge gewesen, da ich einen sehr schlimmen Wandel ohne Jesus hatte. Als ich mal an einem Samstag in der Seelsorge war, und am Sonntag in den Gottesdienst ging, dann sagten mir ein paar Schwerstern, dass ich einen freieren Blick bekommen habe, sie wussten nicht, dass ich in der Seelsorge war. Da nun der Psalmist Busse getan hat, bittet er nun Gott, dass ER ihm gehorsam lehre, ihm hilft, sich von falschen Dingen fern zu halten, die ihn wieder runter in den Staub ziehen. Im nächsten Vers bittet der Psalmist Gott um besseres Verständnis in seinem zukünftigen Wandel, lass mich Dein Wort verstehen. Spurgeon schreibt zu diesem Vers = Da ihm seine Vergehungen aufrichtig leid tun und er volle Vergebung erhalten hat, lieg es ihm nun am Herzen, ferneres Uebertreten zu vermeiden, darum bittet er, dass Gott ihn Gehorsam lehre. = Wichtig ist hier, dass er die neuen Wege mit Gott von Herzen tut, wenn er es nur für andere tut, wie zb. den Seelsorger, dann hält dies nicht lange an. Dass er nun die richtige Haltung bekommen hat sieht man auch an der Aussage, dass er nun über Gottes Wunder sinnen will. Je mehr ich über Gottes Wunder sinne, nachdenke, desto mehr wird mir Gottes Allmacht und Gnade und Güte und Barmherzigkeit immer mehr bewusst, wie unvorstellbar Gott in allen möglichen Situationen wirken kann. Ich wünsche allen ein schönes Wochenende und Gottes Segen, liebe Grüsse, Roland