
Fanden sich Worte von dir, dann habe ich sie gegessen, und deine Worte waren mir zur Wonne und zur Freude meines Herzens, denn dein Name ist über mir ausgerufen, Herr Gott der Herrscharen.. Nie sass ich im Kreis der Scherzenden und war fröhlich. Wegen deiner Hand sass ich allein, weil du mich mit deinem Grimm erfüllt hast. ” Jeremia 15 Vers 16, 17 (Elbf. Ues.) Wenn man das Leben vom Prophet Jeremia anschaut müsste man zweifellos sagen, dass Jeremia in die grössten Depressionen hätte kommen müssen, oder davon gelaufen wäre. Er ist sicher einer der erfolglosesten Propheten, die es in Israel gab. Praktisch nie hat man auf ihn gehört, obwohl er voll und ganz nach Gottes Willen gepredigt hatte. Wie das Volk über Jeremia dachte erfahren wir in Kapitel 11 Vers 18,19 = Der Herr hat es mich erkennen lassen, da erkannte ich es. Damals zeigtest du mir ihre Taten. Und ich war wie ein zutrauliches Lamm, das zum Schlachten geführt wird, Ich hatte nicht erkannt, dass sie Anschläge gegen mich planten. Lass uns den Baum mit seiner Frucht verderben und ihn aus dem Land der Lebendigen ausrotten, dass man sich nicht mehr an seinen Namen erinnert. = Gott hatte Jeremia gezeigt, wie viele über ihn denken, da erkannte es Jeremia, Gott zeigte Jeremia die abscheulichen Taten, die man Jeremia antun wollte. Jeremia war wie ein zutrauliches Lamm, dass man zur Schlachtung führt, wie es bei Jesus Christus in Jesaja 53 auch prophezeit war. Jeremia hatte erkannt, dass man Anschläge gegen ihn plante. Dass man ihn töten wollte, den, der immer am Ermahnen war, unter die Erde bringen wollte. Nun, Gott war anderer Meinung. Es ging dann so weit, dass Jeremia praktisch überhaupt nicht mehr Predigen konnte, dass schafften seine Feinde, dennoch redete er weiter durch schriftliche Botschaften, die dann Baruch aufschrieb und vorlas. Was ist wohl in Jeremia vorgegangen? In unserem heutigen Text hören wir es. Fand Jeremia Worte von Gott, dann hatte er sie regelrecht gegessen, sich verinnerlicht wie es nur irgend wie möglich ist, Gottes Worte waren Jeremia zur Wonne und Freude in seiner so beschwerlichen Situation geworden. In diesen vielen Jahren der Anfeindungen seines eigenen Volkes fand er in den schlimmsten Situation Wonne und Freude in Gottes Wort. Ist es etwa Heute anders? Nein, ist es nicht. Als ich in die Schweiz kam, hörte ich, dass damals in jeder Zelle im Gefängnis eine Bibel lag. Wie viele Gefangene haben angefangen, die Bibel zu lesen, und Jesus zu finden als Erlöser der Welt, der Sündern vergibt, ich bin überzeugt, dass es einige waren, die Busse vor Jesus Taten. In Vers 17 heisst es dann, dass Jeremia nie im Kreise der Scherzenden oder Gottlosen gesessen ist. Nie im Rat der Gottlosen, wie es Psalm 1 beschreibt. Er hätte das auch gar nicht ausgehalten, weil er mit dem Grimm von Gott erfüllt war über die Gottlosigkeit, die Israel beherrschte mit all ihren vielen Götzen. Das Gericht kam dann über Israel durch die Babylonier unter Nebukatnezar 587 vor Christus. Keiner hatte Jeremia geglaubt, und doch ist alles genau so gekommen, wie er es immer wieder im Auftrag von Gott gesagt hat. Genau so wird sich auch Heute noch unaufhaltsam Gottes Wort erfüllen, darauf werde ich in meiner nächsten Predigt speziell eingehen. Lernen wir vom grossen Prophet Jeremia, was für eine grosse Wonne und Freude er in Gottes Wort trotz schlimmster Umgebung fand. Er wurde eine Zeit lang in ein Gefängnis geworfen, wo es keinen Boden, sondern nur Schlamm gab worin er versank, und Ungeziefer. Gestärkt durch Gottes Wort ertrug er alles, er ist schon ein Vorbote auf das Leiden Christi auf Erden geworden, durch seinen Gehorsam Gott gegenüber. Auch da kann man viel lernen von Jeremia. Ich wünsche allen einen schönen Tag und Gottes Segen, liebe Grüsse, Roland