Hat Gott vergessen, gnädig zu sein?

Hat Gott vergessen, gnädig zu sein? Hat er im Zorn verschlossen seine Erbarmungen? Da sprach ich: Das ist mein Schmerz, dass sich die Rechte der Höchsten geändert hat. Ich will gedenken der Taten Jahs, ja, deiner Wunder von alters her will ich gedenken. ” Psalm 77 Vers 10 – 12 (Elbf. Ues.) Stellen wir uns mal vor, Gott hätte vergessen gnädig zu sein, aus Zorn, Seine Erbarmungen gestrichen. Menschen machen so etwas. Ich hatte einmal mit dem Lastwagen am Freitag vergessen, etwas abzuladen in einer Mühle. Der Disponent wurde ganz zornig, sagte mir, dass er mir das vom Lohn abzieht, und am Samstag musste ich die Ware dann noch mit einem Lieferwagen bringen. Wäre Gott ein Mensch, so wäre es möglich, dass ER vergessen hat gnädig zu sein. Nun ist ER aber Gott, lässt sich nicht von Emotionen leiten, sondern entscheidet immer vollkommen göttlich ohne Fehler, dass kann sich ein Mensch nicht vorstellen. Dem Psalmisten ging es sehr schlecht. Von Vers 1 – 11 klagt er über Gott, schrie zu Gott, weigerte sich, getröstet zu werden, wenn er an Gott dachte, dann stöhnte er, er war voll Unruhe und redete nicht mehr. Immer wieder dachte er dann aber doch an Gott. Wahrscheinlich hatte ihn auch Selbstmitleid erfasst, und meinte, Gott will ihm nicht mehr helfen. In Vers 8 hat er sogar Zweifel, ob Gott ihn gar verworfen hat in seinem Elend, und mir gar nie mehr Gnade erweisen? In Vers 9 legt er sogar noch eins drauf und sagt, ist Seine Gnade nun für immer zu Ende? Nun, wir hören hier, wie regelrecht verzweifelt der Psalmist war. Dass kann auch Christen heute passieren, aus verschiedenen Gründen. Man erlebt keine Gebetserhörung, bei der Arbeit läuft es schlecht, der Chef will mich immer fertig machen, und in der Gemeinde mag mich auch niemand, alle halten sich fern von mir. In so ein Fahrwasser kann auch Heute der Christ rein kommen. Es ist doch erstaunlich, wie sich dann der Psalmist selber die richtig Antwort gibt. In Vers 12 heisst es dann so wunderbar, ich will gedenken der Taten Jahs (Gottes) Zunächst musste sich also der Psalmist aufraffen, sich mit Gottes Wort zu beschäftigen, vielleicht hatte er dass vernachlässigt, und meinte alles geht automatisch, ich bin ja ein Kind Gottes. Es geht nicht alles automatisch. Der Psalmist musste das Wort lesen, und dann daran erinnert werden, was für einen treuen, gnädigen, barmherzigen und wunderbaren Gott wir haben. Dann erfährt man, dass uns Gott Lasten auferlegt, aber nie mehr als wir ertragen können, und uns auch noch hilft, die grössten schwierigsten Lasten problemlos zu stemmen. Ich bin einmal mit meinem Lastwagen im Tessin in eine Sackgasse gefahren über viele Kilometer, und landete im Wald, wo es irgend wann nicht mehr weiter ging. Zuerst war ich völlig verzweifelt, ich weiss nicht mehr, ob ich auch den Anhänger dran hatte, aber ich wusste nicht mehr weiter, und drehen war völlig Unmöglich. Ich bat dann Jesus um Hilfe, ER half mir, auch wenn ich viele Kilometer mit dem grossen Lastwagen Rückwärts fahren musste, und es schon spät war. Jesus half mir nicht, in dem ich auf einen Schlag wo anders war, sondern ER gab mir Kraft und Ausdauer, eine lange Strecke Rückwärts zu fahren, besonders war noch, dass ich auf einem Feldweg war, der nicht viel breiter als der Lastwagen war. Der gläubige Christ darf immer wieder Wunder erleben im kleinen und im grossen. Dass wunderbare an Jesus ist, dass es für Ihn keine Schwierigkeit gibt, die ER nicht lösen könnte. Wenn es Dir also schlecht geht dann lies das Wort Gottes und gedenke der vielen vielen Wunder, die Gott schon auf dieser Erde gemacht hat, und auch weiter machen wird, bis ER seine Gemeinde zu sich holt bei der Entrückung. Ich wünsche allen einen schönen Tag und Gottes Segen, liebe Grüsse, Roland